Arbeit in der legalen Grauzone: Steuerprofessionelle in einer transformierenden Sinnkrise?

Silke Ötsch, Stephanie Buchholz, Fabian Lochner

Abstract


Der Beitrag untersucht am Fallbeispiel von Steuerprofessionellen, ob Sinnstiftung in einer Legitimationskrise ein transformierendes Potenzial hat. Die Branche der Steuerberatung hat durch Skandale und verstärkte Regulierungsanstrengungen Transformationserfahrungen. Spielt Sinn für Professionelle in der Krise eine Rolle und zeichnen sich geänderte Formen der Sinnstiftung ab? Wir bearbeiten diese Fragestellung unter Rückgriff auf Axel Honneths Anerkennungsthese, die über eng gefasste Sinnkonzepte hinausgeht und es erlaubt, Sinnstiftung unter Steuerberater:innen im gesellschaftlichen Kontext zu erfassen. Die Rahmung eignet sich hier, weil die Interaktion der Anerkennungssphären der Wertschätzung und des Rechts verbunden mit Fragen des gesellschaftlichen Fortschritts diskutiert werden können. Die Analyse stützt sich auf über 40 qualitative semi-strukturierte Interviews mit Steuerberater:innen. Sie zeigt eine dehnbare Verwendung von Begriffen der Wertschätzung, neben einem zugleich inkludierenden und exkludierenden Charakter von Recht. Eine Sinnkrise ist nur ansatzweise zu erkennen. Einige Akteur:innen reagieren stattdessen mit verstärkter Lagerbildung und Kampfmodus.

Schlagworte


Transformation; Steuergestaltung; Professionssoziologie; Anerkennung; Sinnstiftung

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol10.no4.p%25p

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