Engagement und Wellbeing: Wie nachhaltiges Verhalten unser Wohlbefinden beeinflusst

Ines Omann, Mirijam Mock, Paul Lauer, Julia Schuler

Abstract


Während freiwilliges Engagement nachweislich das Wohlbefinden der sich Engagierenden positiv beeinflusst und somit im Idealfall zu einem positiven Kreislauf (doing well by doing good) führen kann (OECD 2015), verhält es sich bei freiwilligem Engagement im Nachhaltigkeitsbereich komplizierter. So sind jene, die sich regelmäßig in Initiativen wie Energiekooperativen, Ökodörfern oder Repair-Cafés für die Nachhaltigkeit einsetzen, unter Umständen mit verschiedenen emotionalen Herausforderungen konfrontiert. Überfordernd kann einerseits die zeitliche Belastung wirken. Andererseits kann es überfordernd sein, wenn man angesichts der Größe der Probleme scheinbar nichts oder nur wenig beitragen kann. Herausfordernd ist es zudem, zeitliche und räumliche Distanzen zu überbrücken und sich erreichbare Ziele zu setzen. Ungeachtet dieser Herausforderungen kann Engagement für die Nachhaltigkeit auch in sich als wesentliche Sinn- und Motivationsquelle erkannt werden – samt der Vielzahl von positiven Auswirkungen auf das eigene hedonistische wie eudaimonische Wohlbefinden. Dieser Artikel zeigt solche möglichen Auswirkungen auf und diskutiert, wie man den oben genannten Herausforderungen begegnen kann. Er stützt sich dabei auf 39 Tiefeninterviews mit Menschen, die in unterschiedlichsten Nachhaltigkeitsinitiativen aktiv sind.


Schlagworte


freiwilliges Engagement; Nachhaltigkeitsinitiativen; wellbeing; eudaimonisches Wohlbefinden; hedonistisches Wohlbefinden

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol6.no2.p107-122

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