Leben im Standby-Modus. Ergebnisse partizipativer Forschung zu den sozialen Folgen der Finanzkrise in Österreich

Ortrud Leßmann, Elisabeth Buchner

Abstract


Dieser Beitrag beschreibt die sozialen Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2008 für ältere Arbeitssuchende in Salzburg auf der Grundlage der Ergebnisse eines EU-Projekts. Zentrale Frage ist, wie sich die Krise auf das Wohlergehen in Form der Rechte und Verwirklichungschancen im Leben der Betroffenen ausgewirkt hat und ob die Strategie der Sozialinvestitionen die Folgen abgemildert hat. Methodisch kombiniert das Projekt partizipative Aktionsforschung, Menschenrechte und Capability-Ansatz. Der Artikel ist die Verschriftlichung einer gemeinsam mit Betroffenen als Co-Forschenden erarbeiteten Präsentation der Ergebnisse, welche im Wechselspiel mit und als Folge von dem gesellschaftlichen Kontext dargestellt werden. Arbeitslosigkeit wirkt sich nicht nur auf den materiellen Lebensstandard aus, sondern beeinträchtigt das Wohlergehen auch in Bezug auf die Gesundheit, auf das familiäre und gesellschaftliche Leben und damit auf die Identität und Selbstentfaltungsmöglichkeiten – allesamt von den Menschenrechten geschützte Bereiche. Es ist nicht zu erkennen, inwiefern die österreichische Arbeitsmarktpolitik bei der Zielgruppe der Arbeitssuchenden über 45 Jahre „in Menschen investiert“.

Schlagworte


Well-being-Forschung; partizipative Aktionsforschung; Capability-Ansatz; Menschenrechte; ältere Arbeitslose in Österreich

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol6.no2.p65-84

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