„Ich wäre ja gerne, aber…“ – Hürden für die Inanspruchnahme von Väterkarenz
DOI:
https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol14.no1.p3-23Schlagwörter:
Väterkarenz, Typologie, Care ArbeitZusammenfassung
Trotz einer kontinuierlichen Ausweitung der rechtlichen Möglichkeiten ist die Inanspruchnahme von Väterkarenz in Österreich nach wie vor niedrig und zuletzt sogar rückläufig. Dieser Beitrag untersucht die Motivlagen von Vätern für die (Nicht-)Inanspruchnahme von Karenz basierend auf 37 Leitfadeninterviews. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Motivlagen für bzw. gegen eine Väterkarenz sowohl zwischen Vätern, die keine, kurze oder längere Karenzansprüche geltend gemacht haben, unterscheiden, sowie zum Teil innerhalb der jeweiligen Typen. Bei Vätern, die keine oder lediglich den exklusiv für sie reservierten Teil der Karenz in Anspruch genommen haben, basiert die Entscheidung oft auf einer Kombination aus mehreren hinderlichen Faktoren. Väter, die länger als zwei Monate in Karenz waren, haben sich entweder aus pragmatischen Gründen oder aufgrund ihrer persönlichen Überzeugung für diese Karenz-Variante entschieden. Traditionelle Rollenbilder prägen nach wie vor die Einstellungen und im Weiteren das Verhalten der allermeisten Väter.
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