Corona Fictions als kulturelle Indikatoren sozialer Kohäsion und Resilienz im Zuge der Corona-Pandemie

Julia Obermayr, Yvonne Völkl

Abstract


Seit Beginn der Covid-19-Pandemie haben sich viele Europäer*innen auf bereits existierende schriftliche und audio- visuelle ‚pandemic fictions‘ zur Sinnstiftung oder als Coping-Strategie gestützt. Auf kultureller Ebene produzierten zwei Jahre nach Beginn der Krise zahlreiche europäische Länder ihre eigenen Corona Fictions, die Narrative zur aktuellen Pandemie bieten. Auf gesellschaftlicher Ebene deuteten diese Narrative bereits früh auf mögliche Brüche der sozialen Kohäsion hin. Kulturelle Produktionen dienen in der Regel dem sozialen Zusammenhalt, indem sie gegenseitiges Verständnis und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit fördern, insbesondere wenn man Narrative im Internet oder in literarischen Anthologien im Hinblick auf ihren partizipativen Charakter betrachtet. Als Teil eines größer angelegten Forschungsprojekts geht dieser Artikel folgenden Fragen in zwei frankophonen Kulturproduktionen der Covid-19-Pandemie nach: In welchen Bereichen ist der soziale Zusammenhalt erschüttert oder zerbrochen? Wie zeigen sich die durch die Pandemie verschärften geschlechtsspezifischen Probleme/Ungleichheiten in der Darstellung von Frauenfiguren in Corona Fictions?

Schlagworte


Corona Fictions; Pandemie; soziale Kohäsion; Resilienz; Gender

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol11.no1.p129-142

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