Soziale Innovation aus der Perspektive einer poststrukturalistischen Praxistheorie Kritik der parallelen Anwendung von akteur- bzw. praxistheoretischem Paradigma

Roland Brandauer

Abstract


Die Dortmunder Forschungsgruppe, vertreten durch namhafte Soziolog*innen wie Howaldt, Jacobsen, Kopp und Schwarz, verfolgt das vielversprechende Projekt, Soziale Innovation durch eine (poststrukturalistische) Praxistheorie zu fundieren, um damit nicht zuletzt auch den Stellenwert der Sozialen Innovation gegenüber ökonomischer und technischer Innovation zu erhöhen. Parallel zum Paradigma einer poststrukturalistischen Praxistheorie wird dabei allerdings zugleich ein akteurtheoretisches Paradigma zum Einsatz gebracht. Diese beiden Ansätze erweisen sich jedoch in einem analytischen Theorienvergleich in Bezug auf die für eine Definition von Sozialer Innovation zentralen Begriffe von Subjekt und Intention als widersprüchlich und stark divergierend. In dieser Arbeit wird die These vertreten, dass zwar in einer multiparadigmatischen Auffassung von Wissenschaft einander widersprechende Paradigmen für eine bestimmte Zeit parallel existieren können, dass die Anwendung von sich widersprechenden Paradigmen innerhalb eines Forschungsprogramms jedoch auf logischer, inhaltlicher und wissenschaftstheoretischer Ebene unhaltbar ist.

Schlagworte


Multiparadigmatische Wissenschaft; poststrukturalistische Praxistheorie; akteurtheoretisches Paradigma; Soziale Innovation

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol9.no2.p68-84

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