Wie kann günstiger Wohnraum definiert werden und was sind sinnvolle Maßnahmen, um diesen zu erweitern?

Johann Bacher, Dennis Tamesberger

Abstract


Der vorliegende Beitrag untersucht, wie günstiger Wohnraum definiert werden kann, wie hoch die Anzahl an günstigen Mietwohnungen in Österreich ist und welche Einflussfaktoren es gibt. Durchgeführt wird eine Sekundärdatenanalyse des Mikrozensus des Jahres 2017. Als günstig wurden dabei in Anlehnung an das Konzept des Kantons Luzern Wohnungen bezeichnet, deren Hauptmiete weniger als 70 % der Durchschnittsmiete in Österreich beträgt. In Bezug auf die ausgewählten Haushalte mit einem Nettoeinkommen knapp über der Einkommensgrenze der Wohnbeihilfe resultieren Mietkostenbelastungen von 21 % bis 25,7 %. Von einem sozial-politischen Standpunkt aus betrachtet stellt die 70 %-Schwelle eine sehr ambitionierte Zielsetzung dar. In Österreich erfüllen 398.000 Hauptmietwohnungen bzw. 24 % aller Hauptmietwohnungen dieses Kriterium. Allerdings wurden von diesen Wohnungen nur 70.400 in den letzten drei Jahren vermietet. Als wichtige Strategie erscheint daher nicht nur mehr Wohnungen zu bauen, sondern vor allem den Anteil an günstigen Hauptmietwohnungen bei Neubauten bzw. Neuvermietungen zu erhöhen.

Schlagworte


leistbares Wohnen; günstiges Wohnen; Mikrozensus; Mietpreise; Sozialpolitik

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol8.no4.p183-197

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