Von der Neuvermessung gesellschaftlichen Wohlstands zur wohlstandsorientierten Wirtschaftspolitik

Georg Feigl

Abstract


Dieser Beitrag knüpft an die Initiativen zur Förderung einer gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Neufokussierung auf Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt an, die im Anschluss an den bahnbrechenden Bericht der Kommission zur Messung von ökonomischer Performance und gesellschaftlichem Fortschritt unter Leitung von Joseph Stiglitz entstanden ist. Ausgangspunkt ist die These, dass eine Wohlstandsorientierung in der Wirtschaftspolitik zwar adäquat ist, aber sich nicht von selbst durchsetzen wird. Es wird argumentiert, dass als Ausgangspunkt eine bessere Messung von Wohlstand und gesellschaftlichem Fortschritt sowie eine diskursive und institutionelle Verankerung wohlstandsorientierter Wirtschaftspolitik notwendig ist. Ein magisches Vieleck wohlstandsorientierter Wirtschaftspolitik wird als Bindeglied zwischen neuem Leitbild und den Wohlstandsindikatoren vorgeschlagen, um eine aktuelle Schwerpunktsetzung innerhalb von allgemein geteilten Zielen der Wirtschaftspolitik verhandelbar zu machen. Im Beitrag wird ein operationalisierter Vorschlag für Österreich umrissen. Darüber hinaus werden Ideen für eine stärkere institutionelle und diskursive Verankerung wohlstandsorientierter Wirtschaftspolitik sowie beispielhaft vier Einstiegsprojekte präsentiert, die in der aktuellen Situation im Sinne einer verstärkten Wohlstandsorientierung wirtschaftspolitisch prioritär in Angriff genommen werden sollten.

Schlagworte


Wohlstand; Wirtschaftspolitik; Economic Governance; Fortschritt; magisches Vieleck

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol6.no2.p138-152

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