Städtische Lebensqualität: Zur Systematik objektiver und subjektiver Deskriptoren

Alexander G. Keul, Bernhard Brunner, Thomas Blaschke

Abstract


Im Feld Städtische Lebensqualität (QOL) greifen wie im Rubik-Würfel objektive GIS-Daten und subjektives Wohlbefinden ineinander. Die Diskursgeschichte zeigt Variablenvielfalt, Mangel an organisierenden Theorien und fortlaufende Versuche, die Phänomene mit Mixed Methods zu fassen. Ein QOL-Projekt in Salzburg Stadt, Österreich, untersuchte 16 Stadtbezirke mithilfe von 802 geocodierten Datensätzen. Es stellte urbanen Stress (z.B. Dichte) Erholung (z.B. via Grünraum) gegenüber und verwendete QOL-Items der Detroit Area Study zusammen mit GIS-Daten der Stadtplanung. Der erste Schritt lieferte ein zuverlässiges psychologisches QOL-Konstrukt (Umwelt-/Sozialqualität, soziale Verwurzelung, subjektive Infrastruktur). Stadtteilunterschiede zeigten die Bedeutung soziokultureller Mikrosysteme auf. Im zweiten Schritt wurde geprüft, ob die psychologischen Deskriptoren nur stadtspezifisch oder generalisierbar sind. Subjektive QOL-Daten zu Salzburg wurden mit Daten aus Wien, Österreich (N=150) und Timișoara, Rumänien (N=90) verglichen. Die Replikation ergab stabile faktoren- und itemanalytische Ergebnisse und unterstützte damit den psychologischen Unterbau urbaner Lebensqualität.

Schlagworte


Lebensqualität; Quality of life; Wohlbefinden; Umweltpsychologie; Replikation

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol6.no2.p123-137

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