Der Unternehmer ist tot – es lebe das Gärtnernde? Leitbilder und Wirtschaftskonzepte der Postwachstumsgesellschaft

Silke Ötsch

Abstract


Analysen gesellschaftlicher Umbrüche verdichten sich in idealtypischen Subjekten (Arbeiter, Kapitalist, Ingenieur, Bürokrat, Politiker, Unternehmer), verbunden mit Problemdiagnosen und Vorstellungen über eine optimierte Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft. Konfrontiert mit Umweltszenarien, die von einer Gefährdung der Menschheit ausgehen, ist zu erwarten, dass neue Leitbilder entstehen. Joseph Schumpeters Idealtyp des Unternehmers ist wenig hinterfragt in der heutigen Diskussion präsent; Strategien der Green Economy werden damit begründet. Wenig im Blickfeld ist der von Schumpeter negativ belegte Gegenpol des Unternehmers: der „statisch-hedonische“ Idealtyp bzw. das „statisch-hedonische“ Wirtschaften. Diese Formen scheinen in der wachstumskritischen Bewegung und in Publikationen zum Urban Gardening nun positiv besetzt zu werden. Aufbauend auf qualitative problemzentrierte Interviews mit Personen aus dem Umfeld der wachstumskritischen Transition-Bewegung untersuche ich die Vorstellungen zu Leben und Wirtschaften der InterviewpartnerInnen. Verkörpert der Gärtner/die Gärtnerin ein neues Leitbild mit verbundenen Konzepten des Wirtschaftens, das den Unternehmer ablöst?

Schlagworte


UnternehmerIn; GärtnerIn: Postwachstumsgesellschaft; Transition; Green Economy

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol5.no1.p18-35

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