Zur Komplizenschaft der Kritik. Eine bildungstheoretische Analyse des widersprüchlichen Involviertseins von Kritik

Katharina Herrmann

Abstract


Kritik will bestehende Macht- und Herrschaftsverhältnisse offenlegen und hinterfragen, kann sich dabei aber ihrer Verstrickung in deren Stabilisierung und Reproduktion nicht entziehen. Die Kritische Bildungstheorie hat diese widersprüchliche Verfasstheit von Kritik zum Gegenstand und bestimmt sie als ein konstitutives Element von Bildung. Über Argumentationsfiguren der Kritischen Bildungstheorie möchte der vorliegende Beitrag der ‚Komplizenschaft‘ von vermeintlich subversiver Kritik mit integrativen Kräften nachspüren. Die Wider- sprüchlichkeit von Kritik bezieht sich hierbei nicht nur auf den Gegenstand der Kritik, sondern auch auf die subjektiven Bedingungen des Widersprechens. Hieraus erwächst die Frage, wie eine pädagogische Praxis aussehen könnte, welche das funktionale Moment von Kritik als Ansatzpunkt für selbstkritische Hinterfragungen eigener Positionierungen und Privilegien versteht.

Schlagworte


Widersprüchlichkeit von Kritik; Kritische Bildungstheorie; Subjektkritik

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol5.no2.p112-120

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