Finanzialisierung und Finanzmarktstabilität in Brasilien. Eine Perspektive der Regulationstheorie

Susanne Reither

Abstract


Diese Arbeit beschäftigt sich mit Finanzialisierungstendenzen in Brasilien und deren Auswirkungen auf die Stabilität des Finanzsektors. Trotz der relativ stabilen makroökonomischen Rahmenbedingungen traf die globale Wirtschafts- und Finanzkrise Brasilien maßgeblich. Das ist zurückzuführen auf die vorangeschrittene Finanzialisierung, die Schwankungen am internationalen Finanzmarkt und insbesondere der Wechselkurse verstärkten. Zwar wurden vonseiten der brasilianischen Regierung eine Reihe von nachfragestimulierenden und anti-zyklischen Krisenmaßnahmen umgesetzt, den Finanzialisierungsprozessen konnte damit jedoch nicht entgegengewirkt werden. Die finanzielle Expansion und die Integration des brasilianischen Finanzmarktes in den internationalen Finanzmarkt führten zu einer starken Anfälligkeit der brasilianischen Wirtschaft für die Entwicklungen des internationalen Finanzmarktes und das Investitionsverhalten der internationalen InvestorInnen. Das unterstreicht die Schwierigkeit der Wahl von effektiven finanzmarktstabilisierenden Maßnahmen angesichts der zunehmenden Finanzialisierung.

Schlagworte


Finanzialisierung; Finanzmarktstabilität; Peripherie; Dependenz

Volltext:

PDF


DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol5.no3.p156-171

Artikelmetriken

Metriken werden geladen ...

Metrics powered by PLOS ALM

Refbacks

  • Im Moment gibt es keine Refbacks


Creative-Commons-Lizenz
Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.