Der ökologische Umbau der Industriegesellschaft braucht fundierte ökonomische Konzepte

Rainer Land

Abstract


Die Diskussion um Auswege aus der ökologischen Krise lässt sich drei Grundrichtungen zuordnen: a) Umbau unter Dominanz wirtschaftlicher Ziele, b) Postwachstum: Reduzierung bzw. Beendigung des Wachstums und c) Green New Deal: Umbau durch einen Innovations- und Investitionsschub unter Dominanz gesellschaftlicher Zielsetzungen. Im Unterschied zum New Deal der Roosevelt-Regierung in den 1930er Jahren fehlt dem Green New Deal noch eine makroökonomische Theorie und Strategie. Fokus heute müsste der Aufbau einer grundsätzlich neuartigen metabolisch naturintegrierten Industriellen Ökologie sein, orientiert am Prinzip der Umweltkonsistenz. Zum sozialen Umbau sollte die Rückkehr zu einer teilhabeorientierten Einkommensentwicklung aller Arbeitnehmer bei gleichzeitigem umweltkompatiblen Wandel der Konsumpräferenzen und der Einkommensverwendung gehören. Zwei spezifische umweltökonomische Strategien wären wissenschaftlich auszuarbeiten: a) eine durchgängige Bewirtschaftung aller ökologischen Ressourcen (Energie, Rohstoffe, Ökosysteme, Boden, Senken). Und b) die wirtschaftliche Entwicklung der Industriellen Ökologie durch kreditfinanzierte Innovationszyklen nach Schumpeter.

Schlagworte


Umweltökonomie; Green New Deal; Ressourcenbewirtschaftung; Makroökonomie; Innovationszyklen

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol5.no3.p139-155

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