Emanzipation durch Entwicklungspolitik? Einige Überlegungen zu Fragen globaler Ungleichheit

Daniel Bendix, Aram Ziai

Abstract


Seit es Entwicklungspolitik gibt, sieht sich diese mannigfaltiger Kritik ausgesetzt. Im Gegensatz zu anderen kritischen Sichtweisen geht es Post-Development-Ansätzen um die Infragestellung von Entwicklungspolitik an sich. Anstatt also vor allem Misserfolge und Mängel in den Blick zu nehmen, kritisieren Post-Development-Autor*innen Entwicklungspolitik auch in Fällen, in denen sie nach eigenen Maßstäben erfolgreich ist, und zwar u.a. mit dem Verweis auf die Reproduktion kolonialen Denkens, der Ausklammerung des problematischen Gesellschaftsmodells des Nordens, der Etablierung von Herrschaftsverhältnissen, der zerstörerischen Wirkung von Entwicklungshilfeprojekten und Modernisierung sowie der Reduktion eines guten Lebens auf sozioökonomische Indikatoren. Eine Politik, die globale sozioökonomische Ungleichheit als Problem sieht, ohne die Post-Development-Kritik zu ignorieren, muss sich der Frage stellen, wie eine solche auf der Grundlage der Reflexion und Umgehung der skizzierten problematischen Strukturen traditioneller Entwicklungszusammenarbeit aussehen kann. Dies führt dieser Beitrag aus.

Schlagworte


Entwicklungspolitik; Emanzipation; Post-Development; Postkolonialismus; globale Ungleichheit

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol4.no3.p161-173

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