Fortschritt als Fortschrittsdiskurs

Rainer Schmid-Zartner, Robert Hobl

Abstract


Zur Erzielung gesellschaftlichen Fortschritts in demokratisch verfassten Gesellschaften soll die Möglichkeit am Fortschrittsdiskurs teilnehmen zu können für alle Mitglieder der Gesellschaft als selbstverständliche Prämisse gelten. Fortschritt wird also als Bewusstseinsbildung dem Fortschritt selbst gegenüber und als Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit auf individueller und gesellschaftlicher Ebene definiert. Dies setzt entsprechende Maßnahmen zur Befähigung dazu voraus, die alle Mitglieder der Gesellschaft erfassen. Dabei ist der Bildungsbereich angesprochen, insbesondere der Schulunterricht. Neben dem in der aktuellen blidungspolitischen Debatte forcierten Fokus auf den Aspekt der Kompetenzorientierung, der hier nicht infrage gestellt wird, ist als notwendige Ergänzung ein reflexionsorientierter Schulunterricht in allen Bildungsfächern einzufordern und umzusetzen. Im Weiteren beschreibt der Text den Weg von der Brauchbarkeit zur Bedeutsamkeit von schulischem Wissen durch Relevanzreflexionsprovokationen im Schulunterricht, um Sinn und Bedeutung der vermittelten Bildungsinhalte zu verhandeln. Am Beispiel von Mathematik als Bildungsfach wird der Inhalt von reflexionsorientertem Unterricht verdeutlicht. Darüber hinaus beschreibt der Text eine Reihe von konkreten Fallbeispielen aus der aktuell versuchsweise durchgeführten Unterrichtspraxis in Mathematik.

Schlagworte


Fortschritt; Reflexion; Bildung; Schulunterricht; Mathematik

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol3.no2.p270-280

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