Von Krisenerzählungen über Parteien zur Beobachtung von Praktiken der Exklusion. Eine programmatische Einführung.

Laura Dobusch, Katharina Kreissl, Jasmin Siri

Abstract


Die Rede von einer sich verschärfenden „Krise der Parteien“ gilt in öffentlichen wie wissenschaftlichen Diskursen als Common Sense. Ein Blick in die Geschichte zeigt jedoch, dass Krisenerzählungen keineswegs eine neuartige Erscheinung sind, sondern Parteien seit deren Entstehung begleiten. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass Parteien stets an demokratischen Idealvorstellungen gemessen werden, an denen sie aufgrund ihrer Formierung als Organisationen zwangsläufig scheitern müssen. Umso notwendiger erscheint es, Parteien aus organisationstheoretischer Perspektive in den Blick zu nehmen und sie nach ihren eigenlogischen Verfahren, Programmen und Mitgliederrollen zu befragen. Vor diesem Hintergrund skizzieren wir aktuelle Praktiken der Inklusion in und Exklusion von deutschen Parteien und welche Personen(-gruppen) hierbei eine besondere Privilegierung oder Marginalisierung erfahren. Über ideologische Trennlinien hinweg fragen wir danach, wie Parteien zu „inklusiven Organisationen“ werden können. Im Anschluss findet sich die Beschreibung der einzelnen Beiträge des Special Issue, die sich alle an der Empirie „ihre Finger schmutzig machen“ und Parteien abseits von Krisendiagnosen erforschen.

Schlagworte


Parteien; Organisation; Krise; Exklusion; Inklusive; Demokratie; Quotenregelung

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol2.no2.p57-66

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