Ethischer Konsum vs. Konsumreduktion: Inwieweit lenkt Fair Trade vom Problem des Überkonsums ab?

Susanna Ulinski

Abstract


Dieser Beitrag untersucht einen möglichen Trade-off zwischen der Verringerung von übermäßigem Konsum und der Förderung von ethischem Konsum, insbesondere in Form von Fair Trade. Durch das Bewerben fair gehandelter Waren wird Konsument/inn/en suggeriert, dass sie durch zusätzlichen Konsum Gutes tun. Somit könnten Konsument/inn/en zu übermäßigem Konsum animiert werden. Das Argument des Beitrages ist, dass Fair Trade durch die Betonung einer ethischen Dimension des Konsumguts Bewusstsein für ökologische und soziale Auswirkungen von Konsum und so auch für das Problem des übermäßigen Konsums schaffen kann. Dieses Bewusstsein ist ein erster Schritt, um eine Änderung der Konsummuster herbeizuführen. Auf individueller Ebene versucht Fair Trade den Feedback-Prozess zwischen Konsument/inn/en und Produzent/inn/en herzustellen und damit die ökologischen und sozialen Auswirkungen des Konsumaktes sichtbar zu machen. Auch auf kollektiver Ebene nutzt Fair Trade soziale Konsummuster erfolgreich, um ethischen Konsum zu fördern. Durch einen zusätzlichen Fokus auf die Verringerung der Konsumintensität kann Fair Trade zu der für eine Reduktion des Konsums dringend benötigten Veränderung des Konsumverhaltens beitragen.

Schlagworte


übermäßiger Konsum; Fair Trade; ethischer Konsum; Konsumverhalten

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol2.no3.p127-138

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