Neue soziale Risiken für Kinder: Risikodeterminanten und Wohlergehen im europäischen Vergleich

Rainer Eppel, Thomas Leoni

Abstract


Die mit dem Übergang zur post-industriellen Gesellschaft verbundenen, sozio-ökonomischen Veränderungen der vergangenen drei bis vier Jahrzehnte haben nicht nur zusätzlichen Wohlstand geschaffen, sondern auch zur Ausbreitung neuer sozialer Risiken geführt, die in unterschiedlichen Lebensphasen aufreten. Dieser Beitrag untersucht das Wohlergehen von Kindern, einer besonders verwundbaren Personengruppe. Er bietet einen Überblick über jene Transformationen, welche die neuen Risikostrukturen hervorgerufen haben, und vergleicht vor diesem Hintergrund anhand einer breiten Palette von Indikatoren die Lebensbedingungen von Kindern in der EU-15. Diese Analyse bringt eine beachtliche Heterogenität sowohl zwischen als auch innerhalb von Wohlfahrtsstaatsregimes zum Vorschein. Sie deutet auf eine Kluft zwischen den am besten abschneidenden nordischen und den am schlechtesten zu bewertenden südeuropäischen Ländern. In Kontinentaleuropa dürften Kinder besser vor Armut geschützt sein als im Durchschnitt der EU-15. Gleichzeitig bleibt das materielle Wohlergehen hinter jenem in den nordischen Ländern zurück und geht nicht mit einer ebenso guten Performanz in nicht-materiellen Bereichen einher.

Schlagworte


Neue soziale Risiken; Kinder; Wohlfahrtsstaatesregimes

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol1.no1.p3-26

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