Freiheit, Gleichheit – und Ereignis? Zur Kritik und Vertiefung „radikaler Demokratietheorien“

Daniel Lehner

Abstract


Die politischen Proteste gegen die Austeritätspolitiken europäischer Regierungen, die Occupy-Bewegung in den USA und die Aufstände des „arabischen Frühlings“ haben alle Fragen nach der Demokratie, ihren aktuellen Defiziten aber auch zukünftigen Möglichkeiten wieder aufgeworfen. Vor dem Hintergrund dieser erneuten Problematisierungen der demokratischen Frage stellt dieser theoretische Beitrag einige Ansätze und Denkfiguren vor, die einem radikaldemokratischen Strang der Demokratietheorie zugerechnet werden können und denen gemein ist, dass sie die westlich-liberale Identifikation von Demokratie mit regelmäßigen Wahlen, Rechtsstaatlichkeit und Marktwirtschaft zurückweisen. Demgegenüber sei für diese poststrukturalistischen wie neomarxistischen Theorien Demokratie keine Herrschaftsform, sondern der praktische, kämpferische Einsatz für die gesamtgesellschaftliche Ausdehnung des „demokratischen Versprechens“ nach Freiheit und Gleichheit aller – was den Bereich der Ökonomie wesentlich umfasst. Dieser Text verortet sich innerhalb dieser Konzeption demokratisierender Praktiken, wobei er hervorhebt, dass letztere auch wesentlich über singuläre, politische Ereignisse vorangetrieben werden.

Schlagworte


Demokratietheorie; Poststrukturalismus; Gleichheit

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol1.no2.p102-121

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