Öko-soziale Glokalisierung? Egalitäre und elitäre Tendenzen des Konzepts der Urban Governance

Christof Brandtner

Abstract


Die Globalisierung hat soziale und ökologische Herausforderungen mit sich gebracht, die sich auf lokaler Ebene unterschiedlich manifestieren. Städte spielen durch ihre ständig im Steigen befindliche wirtschaftliche, politische und demografische Bedeutung eine wichtige Rolle in der reflexiven Wechselwirkung des Globalen und des Lokalen, die Robertson (1995) als Glokalisierung beschreibt. Dieser Beitrag diskutiert unter der Berücksichtigung des Konzepts der Urban Governance die Auswirkungen globaler Dynamiken auf die lokale öko-soziale Problemlösungskapazität in Städten. Er kommt zu folgenden Schlüssen: (1) Globale Entwicklungen bringen isomorphe lokale Veränderungen mit sich. (2) Institutionelle Veränderungen verlangen einen Perspektivenwechsel zur Betrachtung städtischer Steuerungsprozesse als Urban Governance. (3) Urban Governance hat zuallererst elitäre Tendenzen – das Dogma der unternehmerischen Stadt hat Fuß gefasst. (4) Urban Governance hat aber auch egalitäre Tendenzen im Gepäck – die inklusive Stadt ist das konzeptionelle Pendant der unternehmerischen Stadt. (5) Ökosoziale Glokalisierung ist eine Wertefrage.

Schlagworte


Glokalisierung; Städte; Urban Governance; Institutionelle Isomorphie; Public Management

Volltext:

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DOI: https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol1.no2.p75-89

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