Differenzverhältnisse im Kontext beruflicher und gymnasialer Bildung: Institutionelle Bedingungen und Perspektiven von Lehrpersonen
DOI:
https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol14.no1.p96-117Schlagwörter:
Berufliche und gymnasiale Bildung, Migration und Geschlecht, Differenzverhältnisse, OtheringZusammenfassung
Soziale Selektivität prägt den Erwerb von Bildungsabschlüssen im Schweizer Bildungssystem. So haben sich die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Schichten nicht angeglichen. Der Bildungserfolg wird zudem von weiteren Ungleichheits- und Differenzkategorien, wie beispielsweise soziale und geografische Herkunft, Migrationsbiografie und Geschlecht, beeinflusst. Der Beitrag präsentiert erste Ergebnisse des Forschungsprojekts «Migrationsgesellschaftliche Verhältnisse im Kontext beruflicher und gymnasialer Bildung». Mit Bezug auf postkoloniale Theorieansätze wird der Frage nachgegangen, wie Jugendliche in den untersuchten Ausbildungsgängen und Schwerpunktfächern der beruflichen und gymnasialen Bildung aufgrund von Migration und Geschlecht über Othering und Grenzziehungsprozesse als «Andere» hervorgebracht und inwiefern bestehende asymmetrische Verhältnisse reproduziert oder verschoben werden können.
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