Luftverschmutzungsprobleme in der Mongolei – Analyse von Frames und dominanten Akteuren in der Medienberichterstattung
DOI:
https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol14.no1.p42-58Schlagwörter:
Öffentliche Politik, Framing, Luftverschmutzung, Medienrepräsentation, Mongolei, Dominante AkteureZusammenfassung
Mit der Zunahme der Luftverschmutzung wird das Problem verstärkt in Wissenschaft, Politik und Medien diskutiert. Die Medienberichterstattung spiegelt nicht nur die politische Agenda wider, sondern beeinflusst auch die Prioritätensetzung bei der Problembewältigung. Dennoch wissen wir sehr wenig über die mediale Darstellung von Luftverschmutzung in den am stärksten gefährdeten Ländern. Um empirische Erkenntnisse zu liefern, untersucht unsere Studie, wie Luftverschmutzung in den Massenmedien der Mongolei dargestellt wird, einem der weltweit am stärksten verschmutzten Länder. Basierend auf einer systematischen Analyse von 170 Zeitungsartikeln identifiziert dieser Beitrag Verantwortlichkeits-Frames für Ursachen und Lösungen. Unsere Studie zeigt, dass mongolische Zeitungsartikel dazu tendieren, die Verantwortung des Einzelnen zur Anpassung an die Luftverschmutzungsprobleme zu betonen, während Artikel in The Guardian, die eine internationale Perspektive auf Luftverschmutzung bieten, kollektive Problemlösungen und die Rolle der Politik hervorheben. Unsere Analyse zeigt, dass Politiker, die in mongolischen Zeitungen als dominierende Sprecher auftreten, wissenschaftliche Expertise oft vernachlässigen und sich auf kurzfristige individuelle Maßnahmen konzentrieren.
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